Klub für bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. – Vorprüfung Erzgebirge 2019

Vorprüfung Erzgebirge 2019

Am 13. und 14.09.2019 fand  im Forstbezirk Marienberg, Revier Börnichen die Herbstvorprüfung für BGS im Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912 e.V. statt.
Suchenlokal war das Hotel Waldesruh in Lengefeld.

Vorwort

Um es vorweg zu sagen Schweißarbeit ist Fleißarbeit denn ohne Schweiß kein Preis.  Das galt und gilt vor allem für die Prüfungskandidaten und natürlich auch für das Vorbereitungsteam.

Für mich hatte sich nun ein Jahr Vorbereitungszeit für die Organisation der Prüfung vollendet.Ein Berg Arbeit war zu bewältigen, von der Quartierbeschaffung bis hin zur Fährtenvorbereitung, Beschaffen von Streckenwild sowie eine Menge logistischer Lösungen.

Ohne die Mithilfe vom Klub, dem Forstbezirksleiter Ingo Reinhold vom Forstbezirk Marienberg, den Forstwirten aus meinem Revier, den Jägern vom Revier wie Alexander Scholz, Simon Heiser, Stephan und Carsten Hofmann, Revieroberjäger Andree Friedrich, mein Kollege und Klubmitglied Frank Bretfeld, dem Klubmitglied Hundeführer Mario Enger, den Freunden vom Verein Hirschmann Knuth Mehner und Stefan Neuber und natürlich den Jagdhornbläsern „Flöhatal“ unter der Leitung von meinem Kollegen Tino Kermer. Ebenso gilt unser Dank der Besatzung des Hotel Waldesruh.

Prüfungsverlauf

Es waren 9 Hunde zur Prüfung gemeldet 8 sind angetreten.  Am Anreisetag  dem 13.09.2019 erfolgte die Feststellung und Überprüfung der Unterlagen wie Jagdschein der Kandidaten sowie diverser anderer Dokumente. Vormittags haben die Richter unter Begleitung der ortskundigen Führer vom Vorbereitungsteam die Fährten im Forstrevier Börnichen gelegt.

Am Nachmittag fand dann die Wesensprüfung für die Prüfungshunde statt. Dies wurde in der Nähe des Suchen-Lokals Hotel Waldesruh durchgeführt. Hier hatte uns der Jagdpächter Jörg Schneider seinen Jagdbogen zur Verfügung gestellt. Auch hier noch mal herzlichen Dank. Alle Hunde bestanden die Prüfung, bei der sich der Hund vom Führer lösen musste dabei wurde ein Büchsenschuss abgegeben. Am Abend wurde dann die Klubkameradschaft gepflegt bei der zu vorgerückter Stunde etliche Horrido‘s erklangen.

Am Morgen des 14.09.2019 waren dann alle Akteure zur Eröffnung anwesend. Unser Gruppenobmann Frank Breitung sprach einige einleitende Worte bevor er an den 1. Richterobmann Christian Schäfer übergab.

Auch der Forstbezirksleiter Ingo Reinhold wünschte in seiner bemerkenswerten Begrüßungsrede, für die er viel Applaus erhielt, allen Prüfungsgespannen Suchenheil.

Anschließend zogen die Kandidaten ihre Fährtennummer aus dem Rucksack der Richteranwärterin.

Die Fährtennummer war diesmal auf einem kleinen Päckchen in dem sich ein echt erzgebirgisches Souvenir, gestiftet von den Firmen Blank aus Grünhainichen und Ulbricht aus Seiffen, befand. Danach begaben sich alle ins Prüfungsrevier. Die Fährten waren anspruchsvoll und praxisgerecht.

In einem abgesteckten Bereich von 30 m x 30 m wurde die Vorsuche durchgeführt, dort soll der Hund den Anschuss verweisen den dann der Hundeführer der Richtergruppe meldet. Vom verwiesenen Anschuss nimmt das Gespann die Wundfährte auf, diese wurde am Vortage mit Schalen vom Rotwild und einem Achtelliter Rotwildschweiß angelegt. Im Fährtenverlauf sind zwei rechtwinklige Haken eingebaut. Am Ende der Fährte liegt dann ein Stück Rotwild.

Weiterhin wird das Verhalten am Stück und gegenüber fremden Personen geprüft. Anschließend folgt die Leinenführigkeit und zum Schluss das Ablegen mit Schussruhe.

In der Korona der ersten Fährte von der Prüfungsgruppe 2 überzeugte sich auch der Forstbezirksleiter Ingo Reinhold von der Leistung des Gespanns. Im Verlauf der Arbeit der Gespanne mussten die Kandidaten mit Verleitfährten sowie abspringenden Muffel- und Schwarzwild klar kommen. Die Prüfung zog sich bis in den späten Nachmittag hin. Von den Gespannen waren fünf erfolgreich dabei kamen zwei Hunde in die Zuchtpunkte.

Prüfungssieger wurde der Weidgenosse Amthor mit seiner Hündin.

Als Preis erhielt der Prüfungssieger einen  unentgeltlichen Abschussfreigabe eines Muffelwidders Altersklasse 2, gestiftet vom SBS Forstbezirk Marienberg. Alle anderen die das Prüfungsziel erreicht hatten dürfen sich an einer Drückjagdteilnahme im Forstbezirk Marienberg freuen.

Gegen 17.00 Uhr beendete der Gruppenobmann die Vorprüfung und bedankte sich bei allen die zum Erfolg beigetragen haben.

Als Fazit der Prüfung ist mir nochmals bewusst geworden wie wertvoll eigentlich mein Hund, jedenfalls für mich ist, denn es steckt eine Menge, Arbeit, Liebe und Engagement dahinter ehe man den Hund so weit hat.

Stephan Möckel
Revierleiter
Cheforganisator vor Ort

Bildimpressionen vom Prüfungsverlauf

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.